Die perfekte Facebook-Planung mit Trello

WUAPAA-Redakteurin Kristina Seer hat die bekannte Projektmanagementsoftware Trello für Facebook-Kampagnen adaptiert. Im aktuellen Blogbeitrag verrät sie, warum Trello in der Facebook-Planung gegenüber Social-Media-Tools wie hootsuite weniger gefährlich ist.

Wenn man mehrere Kunden auf Facebook betreut, kann man nicht immer auf Zuruf arbeiten. Man braucht Voransichten, Korrekturschleifen und Freigaben – das spielt sich nicht auf Knopfdruck, dafür hat man einfach zu viel zu tun. Doch es gibt eine Lösung: den Redaktionsplan. Ich mache den Großteil meiner Facebook-Planung meistens schon für drei Monate im Voraus. Der Kunde bekommt die Postings im Vorfeld zur Ansicht und kann sein Feedback geben. Wenn alles passt, werden die Postings von ihm freigeben und man kann drei Monate munter drauflos posten. Wenn ein Monat vorbei ist, plane ich den nächsten und es ergibt sich ein schöner Kreislauf. Klingt ja nicht so schlecht. Aber welches Tool ist denn da optimal? Word oder Excel? Wohl eher nicht. Das Aufbauen von solchen Dokumenten ist zeitaufwändig und die Dateien immer hin und her zu schicken, ohne dass man genau weiß, wer was geändert hat, ist schwierig. Nach einer kleinen Recherche bin ich auf das Tool meiner Wahl gestoßen: Trello. Eigentlich organisiert man mit Trello seine Aufgaben, aber es eignet sich auch wunderbar zum Erstellen einer Facebook-Planung.

Grundansicht von trello

Einfach, schnell und unkompliziert

Für mich sind der große Vorteil von Trello die Einfachheit und die Dokumentationsfunktion. Es ist wirklich leicht zu verstehen und man findet sich schnell im System zurecht – außerdem ist die Grundvariante, die wirklich ausreichend ist, kostenlos. Man erstellt ganz einfach ein Board und kann alle Personen, die von dem Projekt betroffen sind, hinzufügen. Man erstellt verschiedene Listen, zum Beispiel „Ideen“, „Planung“, „Gepostet“. Dort trägt man seine Ideen in die passende Liste mit Karten ein. Jede Karte steht für ein Posting. Ich kann meinen Postingtext einfügen, ein Bild hochladen und auch die Zeit, zu der ich es veröffentlichen will, eintragen. Mit der Checklistenfunktion kann ich die noch zu erledigenden Punkte vermerken. Und das praktischste ist, dass ich Labels vergeben kann:

Labels bei trello

Ich habe vier Labels für meinen Plan angelegt: „In Bearbeitung“, „Bei der Freigabe“, „Freigegeben“ und „Veröffentlicht“. Wenn ich ein Posting gerade erstelle, bekommt es das erste Label. Wenn ich es so weit fertig habe, stelle ich das zweite Label ein. Dann weiß der Kunde, dass ich eine Rückmeldung von ihm erwarte. Wenn es so in Ordnung geht, setzt er das Label auf „Freigegeben“ oder er schreibt mir einen Kommentar mit seinen Änderungswünschen oder bessert den Text gleich selbst aus. Wenn irgendwer etwas ändert, wird es bei der jeweiligen Karte unter Aktivität gespeichert:

Aktivitäten setzen mit trello

So kann jeder jede Änderung nachvollziehen. Wenn ich dann ein freigegebenes Posting veröffentlicht habe, setze ich das Label auf „Veröffentlicht“ und verschiebe das Posting in meine Liste „Gepostet“. So verliere ich auch nicht den Überblick über meine vergangenen Postings. Man kann auch nach einiger Zeit die Reichweite sowie die Interaktionen der Postings (von der Statistik in Facebook) noch nachträglich bei der jeweiligen Karte eintragen, um zu sehen, wie gut welche Postings funktionieren.

Mein Favorit: Kalenderansicht

Wenn man so im Trello arbeitet, fehlt aber eines – eine Kalenderansicht:

Kalenderansicht bei trello
 
Kalender bei trello
 

Diese kann man sich ganz leicht dazu schalten. Im Menü unter Power-Ups findet man ganz viele praktische Erweiterungen. Eine von diesen kann man in der Free-Version gratis aktivieren – ich empfehle den Kalender. Man hat einfach eine super Übersicht und kann auch gleich in der Kalenderübersicht neue Karten erstellen. Dabei übernimmt Trello für die Karte als Frist den Tag, an dem ich die Karte eingefügt habe.

Unbedingt abonnieren

Damit man keine Frist verpasst, bietet es sich an, dass man das Board im Menü unter „mehr“ abonniert. So bekommt man per E-Mail Benachrichtigungen, wenn eine Karte fällig wird und man übersieht kein geplantes Posting:

Fristen setzen mit trello

Risikofrei arbeiten

Der große Vorteil gegenüber anderer Socia-Media-Planungstools wie Hootsuite ist für mich, dass die Kunden sich frei im System bewegen und eigentlich nichts falsch machen können. Sie können nicht etwas aus Versehen veröffentlichen und es ist sehr übersichtlich.

 

Autor: Kristina Seer